Für Schmitt beginnt jegliche Politik mit der Unterscheidung zwischen Freund und Feind

Für Schmitt beginnt jegliche Politik mit der Unterscheidung zwischen Freund und Feind.„Die spezifisch politische Unterscheidung, auf welche sich die politischen Handlungen und Motive zurückführen lassen, ist die Unterscheidung von Freund und Feind.1 Agamben entwirft eine andere Definition des Politischen, nämlich die Unterscheidung zwischen bloßem Leben und Recht; eine Unterscheidung die genauso scheitert, wie jene von Gewalt und Gerechtigkeit auf der Schwelle der Ordnung. Die Ausnahme ist einerseits eine ein Wesenszug des Rechts und andererseits eine Beziehungsform. Schmitt sieht in der Ausnahme das Wesen der Souveränität. Agamben im Gegensatz leitet das Wesen der Ausnahme aus der Souveränität ab: „Wenn die Ausnahme die Struktur der Souveränität ist, dann ist die Souveränität weder ein ausschließlich politischer, noch ein ausschließlich juristischer Begriff” sondern die originäre Struktur, auf die sich das Gesetz auf das Leben bezieht.”2 Das zentrale Prinzip, das hier nach Agamben zum Einsatz kommt, ist dies der „ausschließenden Einschließung”.3 Dabei entsteht „die Ausnahme-Beziehung”4, die Beziehung, die durch die Ausnahme zwischen Ausschließendem und Ausgeschlossenen entsteht, wo letzter eingeschlossen durch sein Ausgeschlossen-sein ist. Das Gesetz tritt im Ausnahmezustand nicht hervor, indem es überschritten wird, sondern indem es sich insgesamt entzieht.